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Auf der Straße des Erfolgs – tesa macht seit 90 Jahren Autos mobil

Mobilität kennt keinen Stillstand; gute Ideen und innovative Höchstleitungen beschleunigen den Fortschritt. Die global agierende Automobilindustrie steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte – und tesa mittendrin. Mehr als 130 Klebeanwendungen können sich heute in einem Pkw befinden. Was anno 2021 per Roboter aufgebrachte Klebepads in einem E-Auto sind, waren vor 90 Jahren Wadenwickel für das Federbein eines Vorkriegs-Vehikels.

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In der Karosserie gegen Korrosion

Der rasanten Entwicklung auf der Straße haftet oft ein gutes Stück tesa an. Kürzlich staunten sogar internationale Experten über die Kooperation von Porsche und tesa. Sollen jetzt etwa edle Sportwagen wie der vollelektrische Taycan geklebt werden? Ja, unbedingt – und dies sogar mithilfe eines Roboters! Des Rätsels Lösung: In jeder Autokarosserie gibt es bis zu 200 Löcher, die zunächst für den Lackierprozess und Montagearbeiten notwendig sind und zum Schutz vor Korrosion wieder geschlossen werden müssen. 

Üblicherweise erfolgt dies immer noch in Handarbeit mit sperrigen Stopfen aus Kunststoff – ein überaus zeit-, kraft- und personalintensiver Vorgang. Die Alternative: Klebepads von tesa, die ein Roboter schnell und zuverlässig verklebt. Industrie 4.0 lässt grüßen! Die Zukunft kennt schließlich keinen Boxenstopp…

Im Turbo durch die Zeitenwende

Seit vielen Jahren ist der Geschäftsbereich Automotive die größte Säule des tesa Industriegeschäfts, das rund drei Viertel des Konzernumsatzes (2020: 1.326 Mio. Euro) ausmacht. Dabei können die multifunktionalen Klebebänder viel mehr, als nur Teile miteinander zu verbinden, zu umwickeln oder abzudichten. 

Zu den jüngsten Innovationen gehört beispielsweise das Spezialprodukt tesa® FireGuard, das für den sogenannten Battery Foot Print in E-Mobilen entwickelt worden ist und Flammen bis zu 500 Grad Celsius sechs Minuten standhält.

Auf diese Weise werden Personen bei einem Batteriebrand im Fahrgastraum geschützt. Auch sonst sieht sich tesa als Industriepartner mit seinen Entwicklungszentren in Deutschland, China und den USA gut für den Übergang des Automobils ins elektrische und digitale Zeitalter präpariert. Dabei profitiert der Bereich Automotive nicht zuletzt von einem weiteren großen Geschäftsfeld innerhalb des tesa Konzerns, seiner Electronics-Sparte. Bewegt sich das Automobil doch im Turbotempo zu einer Art Tablet auf vier Rädern…

Wadenwickel für Vehikel

Innovationen und Erfindergeist waren schon in der Vergangenheit die Stärken von tesa – für die Pferdestärken. Da wurden manche Steine aus dem Weg geräumt. Anfang der 1930er-Jahre waren die Straßen noch holprig. Unter der Karossiere ächzten die stählernen Federbeine, die jedes Schlagloch, jede Unebenheit auffangen mussten. Sie quietschten und knirschten bald, denn der Schmutz der Straße und jede Menge Rost machten ihnen zu schaffen. 

„Beiersdorfs Federschutzgamaschen“ brachten die Schätzchen auf vier Rädern wieder in die Spur: Für 35 Reichsmark wurden die Klebebinden aus Kautschuk wie ein Wadenwickel ziegelartig um die Blattfedern geschlungen und mit einem schnell trocknenden Lack bestrichen.

Die Gamaschen schlossen wasser- und luftdicht ab, der wichtige Schmierfilm auf dem Metall blieb erhalten, das Rosten hatte ein Ende. Man kannte den Begriff „Anti-Aging“ damals zwar noch nicht, die Werbung aber zielte genau dort hin: „Ihre Wagenfedern nach Jahren noch fabrikneu!“, versprachen die Anzeigen. Fünf Jahre lang dürfte es in Gamaschen auf Deutschlands Straßen etwas weniger geruckelt haben. Dann war das Produkt sozusagen abgewickelt. 85 Jahre später wird mit tesa wieder kräftig gewickelt. Die Ummantelungstechnik in unterschiedlicher Form, Wire Harnessing genannt, schützt heute zum Beispiel Kabelbäume in modernen Autos. Bezogen auf dieses Produktsegment gehört tesa zu den drei umsatzstärksten Anbietern weltweit.

Schon in den 30er-Jahren halfen Klebebänder von Beiersdorf dabei, die "Lebensdauer" von Wagenfedern zu verlängern.
Schon in den 30er-Jahren halfen Klebebänder von Beiersdorf dabei, die "Lebensdauer" von Wagenfedern zu verlängern.
Frau benutzt Cito an ihrem Fahrrad

Vom Flop zum Bestseller

Das weltweit erste technische Klebeband stammt aus der Beiersdorf’schen Ideenwerkstatt. Eigentlich wollte man in den 1890er-Jahren ein neues Heftpflaster vermarkten, doch dieses klebte zu heftig auf der Haut und reizte diese. Der Apotheker Troplowitz funktionierte es kurzerhand um und kreierte daraus das erste technische Klebeband, das „Cito-Sportheftpflaster“, zum Fahrrad-Flicken. Eine innovative Sensation, denn auf den Straßen von damals bekamen Luftreifen schnell Löcher. Diese Einstellung wirkt bei tesa bis heute. In unserer Serie "125 Jahre Innovationen" stellen wir Ihnen anhand ausgewählter Beispiele unseren Innovationsgeist vor und kommen mit so mancher Überraschung daher!

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