Warum datengetriebene Energieflexibilität zur Schlüsselkompetenz wird
Nachhaltigkeit
Wie lässt sich Produktion nachhaltig, effizient und gleichzeitig wirtschaftlich gestalten, wenn der Energiemarkt immer unberechenbarer wird?
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt nicht nur der Anteil nachhaltiger Stromerzeugung, sondern auch die Schwankung am Markt. Mal fallen die Strompreise auf Null oder sogar ins Negative, mal schießen sie in die Höhe. Für energieintensive Industrien bedeutet das: die Planung wird schwieriger, die Versorgung unsicherer und die Kosten werden schwerer kalkulierbar.
Vom Risiko zum steuerbaren Faktor
Microsoft Intelligent Manufacturing Award 2026 – tesa Energy Intelligence
tesa hat dafür eine Lösung erarbeitet: eine KI-gestützte Plattform, die Energieflüsse in Echtzeit analysiert, optimiert und automatisiert steuert. Statt mit statischen Plänen zu arbeiten, verknüpft die Plattform Energieverfügbarkeit dynamisch mit Produktion und Marktumfeld. Sie erstellt Prognosen für den Strom- und Gasbedarf, berechnet kostenoptimierte Fahrpläne für flexible Energieinfrastruktur wie z.B. Blockheizkraftwerke und setzt diese automatisiert um. So wird aus einem volatilen Markt ein steuerbarer Teil der Produktion.
Dafür wurde das Unternehmen bei den MIMA Awards 2026 (Microsoft Intelligent Manufacturing Awards) in der Kategorie „Sustainability“ ausgezeichnet:
Mit dem Award haben Microsoft und Roland Berger Projekte ausgezeichnet, die digitale Technologien entlang der industriellen Wertschöpfung konsequent nutzen. Die Auszeichnung unterstreicht, wie konsequent tesa Nachhaltigkeit in die industrielle Praxis übersetzt und wie digitale Technologien helfen können, Unsicherheit nicht nur zu managen, sondern aktiv in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln.
Messbarer Beitrag zur Klimaneutralität
Bereits heute ist die Lösung an drei deutschen Produktionsstandorten live. Sie schafft eine gemeinsame Datenbasis, die lokale Entscheidungen mit der globalen Energiestrategie von tesa verbindet und unterstützt die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie „we do“, mit der tesa bis 2030 klimaneutral produzieren will.
Die Wirkung ist bereits messbar: Im Jahr 2025 wurden an deutschen Produktionsstandorten rund 6.800 Tonnen CO₂ eingespart. Gleichzeitig sanken die Energiekosten spürbar. Bis 2030 liegt das Potenzial bei etwa 38.000 Tonnen CO₂ und mehr als 10% Kostensenkung durch KI-Optimierung. Für tesa ist die Plattform damit weit mehr als ein Effizienzprojekt. Sie ist ein wichtiger Hebel, um Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zusammenzubringen.