Allianz für die Zukunft: tesa, ZEISS, Saint-Gobain Sekurit und Hyundai Mobis kooperieren bei Display-Technologie für Windschutzscheiben
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Märkte
Der Markt für moderne Fahrzeuge – insbesondere für elektrifizierte und softwaredefinierte Modelle – wächst weiter. Gleichzeitig verändert sich, wie Menschen Autos bewerten und auswählen. Neben klassische Kriterien treten neue Erwartungen. Kaufentscheidungen werden differenzierter. Verbraucher achten neben dem Preis stärker auf langfristigen Nutzen, Betriebskosten und digitale Funktionen. Mit dieser Verschiebung tauchen neue Fragen auf:
Für Hersteller ist das mehr als ein Stimmungsbild. Wenn sich Kaufkriterien verschieben, verschieben sich automatisch auch strategische Prioritäten. Oder anders gesagt: Wenn Kunden andere Fragen stellen, müssen OEMs andere Antworten liefern.
Internationale Konsumentenstudien – unter anderem von Deloitte¹ – zeigen, dass Käufer rationaler, wertorientierter und weniger markentreu entscheiden. Für OEMs bedeutet das: Substanz schlägt Image. Die folgenden drei Felder zeigen, wo sich diese Entwicklung besonders deutlich manifestiert.
Heutzutage verstehen Kunden unter Qualität weit mehr als nur den Markennamen. Sie umfasst vor allem die tägliche Nutzungserfahrung. Neben langfristiger Zuverlässigkeit spielen dabei auch Aspekte wie folgende eine wichtige Rolle:
© Jens Ruessmann
Gerade bei elektrifizierten und digitalisierten Fahrzeugen verschiebt sich der Qualitätsbegriff. Batterie, Displays, Sensorik und Steuergeräte werden zu zentralen Qualitätsbausteinen.
Für OEMs bedeutet das: Qualität entsteht im Zusammenspiel vieler Systeme. Wie vibrationsfest ein Display integriert ist, wie gut Elektronik geschützt ist oder wie Materialien altern, prägt die Wahrnehmung beim Kunden.
Hier spielen durchdachte Material- und Verbindungskonzepte eine wichtige Rolle. Sie sorgen für Stabilität, Schutz und Langlebigkeit – meist unsichtbar für den Nutzer, aber entscheidend für die Gesamtanmutung.
Die Batterie ist das Herzstück eines Elektrofahrzeugs. Studien wie der „Electric Vehicle Battery Technology Market Research Report 2026–2031“² zeigen, dass der Markt zwischen 2026 und 2031 mit rund 8,05 % jährlich wächst und zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit dieser Marktreife steigen jedoch auch die Erwartungen der Käufer: Neben Reichweite und Performance rücken Fragen zur Alterung, Reparierbarkeit und zur Nutzung nach dem ersten Fahrzeugleben stärker in den Fokus.
Damit wird die Batterie zum Lebenszyklusthema. Käufer möchten wissen, ob sich Module oder Komponenten tauschen lassen und ob Batterien nach dem Einsatz im Fahrzeug sinnvoll weiterverwendet werden können. Dies Kriterien sind mit bestimmend bei der Kaufentscheidung.
© Marcus Meyer Photography
Mit wachsenden Stückzahlen rücken somit Second-Life-Konzepte und Recycling automatisch stärker in den Fokus. Entscheidend ist dabei, dass diese Möglichkeiten bereits im Design angelegt sind. Batterien müssen so konstruiert sein, dass sie sich zerlegen, reparieren und materialseitig trennen lassen.
Genau hier entsteht ein Zielkonflikt: Im Betrieb müssen Batteriesysteme extrem robust und sicher sein, gleichzeitig aber für Wartung und Rückbau zugänglich bleiben.
Durchdachte Befestigungs- und Abdichtungskonzepte spielen deshalb eine zentrale Rolle. Sie schützen Zellen und Struktur, können aber zugleich servicefreundliche Lösungen ermöglichen. Moderne Klebe- und Dichtungstechnologien wie Debonding on Demand helfen, Stabilität und Demontierbarkeit in Einklang zu bringen.
Für Kunden heißt das: reale Reparaturoptionen und längere Nutzbarkeit. Für Hersteller: bessere Voraussetzungen für nachhaltige Kreisläufe und effizientere Ressourcennutzung.
Digitale Funktionen prägen das Fahrerlebnis zunehmend. Displays, Bedienlogik und vernetzte Dienste beeinflussen die Kaufentscheidung stärker als früher. Marktanalysen von Fortune Business Insights zeigen starkes Wachstum im Bereich Automotive-Displays und Cockpit-Elektronik.
Treiber sind:
Und die Entwicklung geht rasant weiter: Neben dem software-definierten Fahrzeug gewinnt das AI-defined Vehicle zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Funktionen, die bislang von klassischer Software nach festen Regeln gesteuert wurden, werden künftig durch KI unterstützt und in Echtzeit optimiert.
Doch je digitaler Fahrzeuge werden, desto sensibler wird die Hardware. Displays müssen Temperaturwechsel und Vibrationen zuverlässig verkraften, Elektronik braucht wirksamen Schutz vor Feuchtigkeit, und immer dünnere Bauformen erfordern höchste Präzision bei der Integration.
Nahtlose Cockpit-Designs gelingen nur, wenn Befestigung, Dämpfung und Abdichtung auf hohem Niveau zusammenspielen. Moderne Verbindungslösungen ermöglichen schlankere Designs, weniger sichtbare Befestigungspunkte und einen besseren Schutz empfindlicher Komponenten. Der Kunde erlebt das als hochwertige User Experience. Für Hersteller ist es präzises Engineering.
Electrification, digitization, and sustainability are a given; what matters is how they are implemented. For buyers today, what counts above all is reliable quality – that is affordable –, the everyday usability and longevity of electric vehicles, and reliable digital systems. For OEMs, this brings lifecycle thinking, repair- and recycling-friendly design, and high-quality integration of electronics into focus. Many of these aspects remain invisible to customers but significantly shape costs, sustainability, and satisfaction. Innovation often manifests itself less in spectacular achievements than in solutions that perform reliably over many years - and in functional aids such as adhesive tapes and bonding solutions that quite literally hold them together.