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Save the Children und tesa: Rückblick auf ein Jahr, in dem viel erreicht wurde

Nachhaltigkeit

Die Corona-Pandemie trifft junge Menschen besonders hart, vor allem jene, deren Alltag auch schon vorher alles andere als leicht war. Gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children will tesa in dieser besonders schwierigen Zeit der zunehmenden Bildungsungleichheit entgegenwirken. Unter dem Motto „Bildung verbindet. Zusammen weltweit." wurden gemeinsame Hilfsprojekte in sechs Ländern auf drei Kontinenten umgesetzt. Dafür spendete tesa bisher 1,25 Millionen Euro aus seinem Hilfsprogramm zur Linderung von Folgen der Corona-Pandemie an die Kinderrechtsorganisation.

Vor der Zukunft von Millionen Kindern stehen aktuell viele Fragezeichen. Weltweit geschätzt 1,6 Milliarden Jungen und Mädchen sind oder waren massiv von der Schließung ihrer Schulen, Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen im Zuge der Pandemie betroffen.

Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch soziale Kontakte blieben auf der Strecke. Und wie können Kinder Freude am Lernen finden, wenn es an Zugang zu Platz, Materialien oder auch Internet zu Hause fehlt? Unter dem Motto „Bildung verbindet. Zusammen weltweit." reagieren Save the Children als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt mit tesa auf diese Ausnahmesituation und geben benachteiligten Kindern weltweit die Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung – trotz der Pandemie und ihrer langfristigen Folgen.

tesa hat sich als international tätiges Unternehmen ganz bewusst dafür entschieden, ausgewählte Projekte in unterschiedlichen Teilen der Welt mit Save the Children zu unterstützen.

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2020 startete das Projekt „Bildung verbindet. Zusammen weltweit." von Save the Children und tesa.
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Und so engagiert sich das Unternehmen auch mit dem Blick auf eigene Fertigungsstandorte oder Tochtergesellschaften, um gerade auch dort ein Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen: in Projekten in sechs verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten – in Vietnam, Mexiko, Indien, China, Italien und Deutschland.   

Die beste Investition in die Zukunft ist die Investition in die Bildung unserer Kinder.
Dr. Norman Goldberg

CEO tesa

Dr. Norman Goldberg

„Die beste Investition in die Zukunft ist die Investition in die Bildung unserer Kinder. Mit unserem aktuellen Spendeneinsatz leisten wir unseren Beitrag bei der Krisenbewältigung und unterstützen Save the Children dabei, nachhaltig den Armutskreislauf zu durchbrechen, und das auch über die Zeit der Pandemie hinaus“, betont tesa Vorstandsvorsitzender Dr. Norman Goldberg. Die große finanzielle Unterstützung ist Teil der tesa Corona-Hilfe, für die das Unternehmen zu Beginn der Pandemie fünf Millionen Euro bereitgestellt hatte. Als im Frühjahr dieses Jahres Kinder in Indien besonders hart von weiteren Corona-Ausbrüchen betroffen war, stockte tesa sein Spendenvolumen speziell für Indien auf.

„Wir danken tesa für diese großartige Unterstützung. Dass sie als Unternehmen die Bedürfnisse von Kindern in Not nicht aus den Augen verlieren und Mädchen und Jungen in aller Welt unterstützen, ist bewundernswert. Im Namen dieser Kinder danken wir für das großzügige Engagement“, so Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland e.V. in einem Dankesschreiben an tesa.

Sechs Projekte, drei Kontinente und viele Kinder, die wieder lachen können – das hat Save the Children mit engagiertem Einsatz und weitreichendem Know-how möglich gemacht. In jedem Projekt steckt viel Planung, Kreativität, Wissen um lokale Gegebenheiten und ganz viel Herzblut: Hier ein kleiner Überblick über die gemeinsamen Projekte „Bildung verbindet. Zusammen weltweit“. 

Zusammenarbeit wird fortgesetzt

tesa unterstützt die Kinderrechtsorganisation Save the Children ab 2022 nun auch im Rahmen der globalen Initiative „Safe Back to School“. 

Eine gute Dosis Bildung

Bei diesen Projekten unterstützt tesa die Organisation Save the Children:

Vietnam – Interaktiver und spielbasierter Fernunterricht

Haiphong ist die drittgrößte Stadt Vietnams und hier im Norden des Landes siedelt sich tesa gerade an. Schon jetzt aber unterstützt der neue Nachbar die Kinder der Region. Das vorrangige Ziel des Projektes in Vietnam ist die Sicherstellung der Schulbildung von Grundschulkindern durch Fernlernangebote mit einer Reihe von Lernvideos für Lehrkräfte, Betreuerinnen und Schulkinder. Zudem gibt es neben Möglichkeiten zum Fernunterricht auch alternative Methoden in den Familien und Gemeinden, um den am stärksten benachteiligten Kindern besser helfen zu können. Aktuell unterstützt Save the Children Grundschulen in Haiphong-Stadt.

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Gemeinsames Lernen zu Hause.

Fünf Grundschulen mit 4.800 Schülern sind an dem Projekt beteiligt, Home-Schooling und Lehrkraftfortbildung sind neben einer besseren Materialausstattung von Büchern bis zum Schreibgerät die wichtigen Themen dieses Projektes. Zudem sind an den Schulen nicht nur Kurse geplant, um bei den Kindern das Lesen und Schreiben zu fördern. Man holte auch die Betreuungspersonen durch Elternclubs ins Boot, um sie beim Lernen zu Hause zu unterstützen und zu stärken – und somit ihre Kinder entsprechend zu motivieren und zu fördern. Zur Auffrischung helfen ihnen inzwischen auch je 50 nützliche Video- und Audio-Clips. 

China – Stärkung der Resilienz durch "Soziales und Emotionales Lernen"

Mithilfe der tesa Spende hat Save the Children die Stärkung von Kindern in China in ihrer sozio-emotionalen Entwicklung und Resilienz gefördert. Das Projekt erreichte über 100.000 Kinder und deren Familien mit psychosozialer Unterstützung. Mit den Konzepten von "Soziales und Emotionales Lernen" (SEL) hilft Save the Children, Kindern positive Ziele zu setzen und diese zu erreichen, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, Empathie für andere zu empfinden, positive Beziehungen zu pflegen und mehr Selbstbewusstsein zu erlangen.

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In Gemeinschaft ist vieles schöner - vor allem für Kinder.

Save the Children konzentriert sich hier im Bildungsbereich seit vielen Jahren auf frühkindliche Bildung und Lernen in der Grundschule. Um wichtige soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln, wurden auch Lehrkräfte und Schulleitungen entsprechend ausgebildet. Save the Children arbeitet eng mit Eltern und anderen Sorgeberechtigten, Lehrkräften und Gemeinden zusammen. Auch die Digitalisierung von Lehrplänen, die Entwicklung interaktiver Formate und neuer Materialien für den virtuellen Unterricht stehen auf dem „Stundenplan“.

Indien – Ein großer Nachschlag soll die Not lindern

Im Frühjahr 2021 erschütterte die Corona-Pandemie Indien. Das Gesundheitssystem stand vor dem Kollaps. Es fehlte an allem – Krankenhausbetten, medizinischer Sauerstoffversorgung und Medikamenten. Kinder trifft nicht nur die Krankheit, sie müssen auch den Verlust vieler Angehöriger durchleben. Für ein weiteres COVID-19 Hilfsprogramm in Indien hat tesa daher zusätzlich 250.000 Euro gespendet und unterstützt hier besonders den Bundestaat Maharashtra. Mit diesen Mitteln können Gesundheitszentren errichtet werden, Save the Children versorgt die Menschen mit Home-Care-Kits, Impfungen, Grundnahrungsmitteln, sowie Lern- und Spielsets.

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Rucksäcke mit Wirkung
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Lesen und Schreiben lernen auch in schwierigen Zeiten.

In Indien, wo 320 Millionen Schulkinder von Schulschließungen betroffen sind oder waren, forcieren Save the Children und tesa auch die Unterstützung von Kindern in 40 Schulen und 40 Vorschulen im Home-Schooling, beispielsweise durch mobile Bibliotheken, Lesepatenschaften, Lehrkrafttrainings und COVID-19-Präventionsmaßnahmen. Zusätzlich werden Behörden bei der Erstellung von Gesundheitskonzepten beraten, um eine sichere Rückkehr der Jungen und Mädchen an die Schulen vorzubereiten. 

Mexiko – Den Anschluss nicht verlieren

Das lateinamerikanische Land galt in jüngerer Vergangenheit schon als Epizentrum der Pandemie, denn auch dort hatte sich die Situation dramatisch verschlechtert. Die Gesundheit, das Wohlergehen und die Bildung von mehr als 40 Millionen Kindern stehen nach Berichten von Save the Children nach wie vor auf dem Spiel. Hier konzentrieren sich die übergreifenden Hilfsmaßnahmen auf besonders benachteiligte Kinder, wie indigene Gruppen, eingewanderte Familien und Menschen im ländlichen Raum.

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Auch digitaler Unterricht kann Spaß machen. Die Schülerinnen und Schüler von Conchita, einer Grundschullehrerin in Valladolid, sehen das genauso.

Das Projekt „Creating Safe Spaces to Go Back to School” hilft Kindern und Lehrkräften, besser mit der ungewohnten Situation des Home-Schoolings umzugehen und so den Anschluss nicht zu verlieren. Je nach Situation stellt die Kinderrechtsorganisation Familien digitales und analoges Lernmaterial, wie z.B. ein Lerntagebuch, zur Verfügung. Dank tesa konnte Save the Children gewährleisten, dass Betreuungspersonen, die nicht im Home Office arbeiten oder sich keine private Betreuung leisten können, Zugang zu kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen hatten. Die Lehrkräfte unterrichten, solange die Schulen geschlossen sind, von zu Hause aus. Bestenfalls im Videocall, per E-Mail, Whatsapp oder Telefon. Nicht selten schaut die Lehrerin auch bei den Kindern daheim vorbei, wenn keine Kommunikation auf diesen Wegen möglich ist.

Deutschland – Digitale Bildung für benachteiligte Kinder

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MakerSpace für viele Jugendliche mehr als eine Werkstatt.

Bildungsarmut herrscht nicht nur weit weg… Mit dem Pilotprojekt „MakerSpace: kind- und jugendgerechtes Lernen in digitalen Räumen“ stärkt Save the Children digitale und soziale Kernkompetenzen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus sozio-ökonomisch schwachen und bildungsfernen Elternhäusern. Durch die Einrichtung von zwei digitalen Werkstatträumen – dem MakerSpace und der MedienWerkstatt – für eine Grund- und Oberschule, konnte die Lernmotivation bei besonders bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen gesteigert werden. Durch alternative Lern- und Lehrräume, in denen Mädchen und Jungen als selbstständig Lernende mit ihren eigenen Ideen im Fokus stehen.

Der Ausbruch der Pandemie und die landesweiten Schulschließungen stellten das Projekt Anfang 2020 vor große Herausforderungen. Hatten alle Beteiligten bislang regelmäßig vor Ort in den Stadtteilschulen getüftelt, musste die Experimentierwerkstatt nun in Windeseile virtualisiert werden. Es gelang – und zeigte letztendlich einmal mehr, welch hohen Stellenwert digitale Kompetenz heute hat. Gemeinsam mit tesa richtete Save the Children deshalb den Fokus auf die aktive und bedarfsorientierte Unterstützung des Kollegiums in den Projektschulen, um die pädagogischen Fachkräfte zu stärken und ihnen die Sicherheit zu geben, die Projektidee als Multiplikator eigenständig umzusetzen. Durch kreative Workshops konnten die Lehrenden gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern verschiedene digitale Werkzeuge, wie VR, Programmieren, Greenscreen-Technik, 3D-Drucker und mehr entdecken und nach eigenem Ermessen in ihre Unterrichtsplanung einbauen.

Italien – Ein Lichtpunkt in dunklen Zeiten

Ponto Luce – ein Lichtpunkt symbolisiert das Hilfsprojekt von Save the Children in Italien. Unter dem Leitmotto „Die Zukunft neu schreiben“ unterstützte Save the Children rund 100.000 Kinder dabei, auch während der Pandemie weiter zu lernen. Die Bereitstellung von Internetzugängen und Tablets soll dafür sorgen, dass Jugendliche während Schulschließungen online lernen können. Denn auch in Italien gibt es eine hohe Zahl von Familien, die keinen Computer oder ein anderes technisches Gerät mit Internetzugang besitzen, allenfalls noch ein Mobiltelefon. Mehr als 1 Million Kinder im Land sind von Armut betroffen und die Pandemie verschlimmerte oftmals die Situation: Das Leben auf engem Raum, der plötzlich in Zeiten von Ausgangssperren und Einschränkungen für alle gleichzeitig zum Aufenthalts-, Lern- und Freizeitort wurde, machte vielen zu schaffen und belastete die Kinder schwer. 

Le immagini mostrano le attività svolte nel Punto Luce di Torre Maura a Roma, in particolare
accompagnamento allo studio, laboratorio creativo, orto e parkour. Ci sono anche foto realizzate nello Spazio Mamme che mostrano una accettazione di una richiesta
Der Punto Luce in Rom ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder.

Gemeinsam mit starken Partnern wie tesa wirkt Save the Children Bildungsarmut und Schulabbrüche in Italien entgegen. Ein wichtiger Teil dieser Initiative sind die 25 Bildungszentren „Punto Luci", die über 19 Städte im Land verteilt sind. Hier gibt es Nachhilfestunden für benachteiligte Jungen und Mädchen, um verpasste Lerninhalte nachzuholen, sowie Sport, Kunst, Medienkompetenz. Diese Zentren sind wichtige Pfeiler der Unterstützung für bedürftige Familien in dieser schwierigen Zeit. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die emotionale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern durch Online-Beratung und persönliche Gespräche – ein nicht zu unterschätzender Faktor im Umgang mit Krisen. Doch auch direkt vor der „Haustür“ sind vielfältige Hilfsmaßnahmen vonnöten.

Save the Children und tesa

Bereits im Frühjahr 2020 hatten sich tesa und die Kinderrechtsorganisation zusammengefunden, um angesichts der drohenden Entwicklung schon in einem frühen Stadium der Pandemie über erste Aktionspläne zu sprechen. Der Entschluss, sich mit einem namhaften Betrag zu beteiligen, um benachteiligte Kinder in ihrem Recht auf Bildung zu stärken, fiel den tesa Verantwortlichen leicht. Die seinerzeit zugesagte Million Euro ist Teil eines umfassenden tesa Spendenprogramms. Mit einer weiteren Million Euro unterstützte tesa den globalen Covid-19-Krisenfonds der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. Darüber hinaus spendete tesa in sieben Regionen – von Asien über Nord- und Lateinamerika bis Europa – an lokale Organisationen, die die Tochtergesellschaften vor Ort ausgewählt haben.