Maßgeschneiderte Lösungen  – tesas Customer Solution Center bieten exklusive Betreuung

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Im Customer Solution Center von tesa stehen Lösungen buchstäblich im Mittelpunkt. Gleich auf drei Kontinenten unterstützen wir Industriekunden auf der Suche nach den für sie passenden Klebeanwendungen. Ein Erfolgsmodell aus Tests, Trainings und viel Teamwork.

Es sind manchmal kleine Details, die „objektiv“ große Bedeutung haben. So im Falle der robusten wie beliebten Action-Kamera „GoPro“: Deren Abdeckglas vor der Linse hält dank eines nur 1,2 Millimeter breiten Klebebandes von tesa fest am Gehäuse. „Dafür haben wir ein Laserverfahren entwickelt, das das Tape unter dem Abdeckglas in einer chemischen Reaktion härtet“, erklärt Uwe Michel, Leiter des Customer Solution Center (CSC) in Suzhou, wo tesa eines seiner weltweit fünf Produktionswerke hat. Nach zahlreichen Stresstests macht das Erfolgsprodukt seinem Namen „Hero“ auch in puncto Klebeverbindung alle Ehre: Wasserdichtigkeit bis 13 Meter, hohe Schockbeständigkeit bei diversen Sportarten und Toleranzen von -40 bis +80 Grad sowie 90 Prozent Luftfeuchtigkeit über drei Tage..

Entsprechend liest sich das Kunden-Feedback von „GoPro“ wie Fanpost, skizziert aber auch das breite Spektrum des Supports durch tesa. Wei Zheng, Manager des Kameraherstellers, erklärt: „Zwei Unternehmen verbinden sich so gut wie der tesa Klebstoff. Nicht nur das Produkt selbst überzeugt mit seiner zuverlässigen Leistung, sondern auch der hervorragende tesa Service – von der ersten technischen Studie bis hin zur Wartung der Massenproduktion, insbesondere für Empfehlungen zur Anwendungseinrichtung und Oberflächenbehandlung.“ Und Wei Zheng ergänzt: „Wir arbeiten seit sechs Jahren zusammen, und ich wünsche mir, dass wir weitermachen können, um mehr Anwendungsbereiche und neue Materialien zu testen.“ 

Unterschiedliche Testverfahren
Ob wackeln, strecken, ziehen, oder starke Erschütterungen: Tapes von tesa müssen so einiges aushalten in den unterschiedlichen Testverfahren.

Das Konzept der Customer Solution Center

In der Millionenmetropole Suzhou hat tesa 2008 das erste Kapitel der inzwischen globalen Customer Solution Center-Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Mission der Laboreinheiten ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, die bestmögliche Klebeband- und Anwendungslösung für deren spezifische Anforderungen zu finden. Mit 45 Ingenieuren und Technikern für verschiedene Industriebereiche ist das Customer Solution Center in China heute das größte von drei Standorten neben Europa und den USA.

Auf rund 2.000 Quadratmetern stehen 86 Testgeräte für mechanische, thermische und elektrische Tests, Klimakammern und Roboter für Klebeapplikationen zur Verfügung. „Hier wird man fürs Kaputtmachen bezahlt“, sagt Uwe Michel scherzhaft über die umfangreichen Testmöglichkeiten – um sogleich den ernsten Hintergrund zu erläutern: „Unser Fokus in China liegt auf Klebelösungen für das Electronics-Segment, da nahezu alle Smartphones, Tablets und Wearables in Asien produziert werden. Die Entwicklungszyklen für neue Geräte sind sehr kurz. Daher ist es wichtig, direkt vor Ort zu sein, nahe bei unseren Kunden“, berichtet Michel, der von Haus aus Kunststoff-Ingenieur ist. Fast 2.500 Prüfaufträge wurden im Customer Solution Center 2020 bearbeitet. Sogar während des dreimonatigen Corona-Lockdowns in China hatte das Team rund um die Uhr zu tun. Um für Kunden in Japan und Korea besser erreichbar zu sein, betreibt tesa in diesen Ländern „CSC-Satelliten“, also kleinere Labore.

Uwe Michel

"Unser Fokus in China liegt auf Klebelösungen für das Electronics-Segment, da nahezu alle Smartphones, Tablets und Wearables in Asien produziert werden."

Uwe Michel

Leiter des Customer Solution Centers in Suzhou

Wunsch in „Klebebandsprache“ übersetzen

Kundennähe und -fokus: So lässt sich die ganzheitliche Philosophie hinter dem Customer Solution Center-Konzept am besten auf den Punkt bringen. „Unsere speziellen Klebebänder sind eine erklärungsbedürftige Materie. Dass wir nicht nur Tapes verkaufen, sondern auch viel Service rundherum anbieten, kommt bei unseren Kunden äußerst positiv an. Das verschafft uns im Wettbewerb einen Vorsprung“, betont Caroline Sperling. Die Verfahrenstechnik-Ingenieurin leitet das europäische Customer Solution Center im Norderstedter Headquarter. 

Hier liegt der Schwerpunkt eher auf Branchen wie Bau, Windenergie, Transport, Druck und Haushaltsgeräte. Ein weiteres Team im Headquarter kümmert sich ausschließlich um die Wünsche der Automobilindustrie. Für die Suche nach passgenauen Lösungen für industrielle Anwendungen steht ein Sortiment aus etwa 500 einseitigen und 500 doppelseitigen Klebebändern zur Auswahl. Sperling: „Wir fungieren als Brücke vom Vertrieb zu den Kunden, übersetzen deren Wünsche in die Klebebandsprache und finden heraus, was sie genau benötigen.“

"Dass wir nicht nur Tapes verkaufen, sondern auch viel Service rundherum anbieten, kommt bei unseren Kunden äußerst positiv an. Das verschafft uns im Wettbewerb einen Vorsprung“

Caroline Sperling

Manager Customer Solution Center Europe

Caroline Sperling

Co-Produktion als Wettbewerbsfaktor

Als Königsdisziplin gilt die Entwicklung von Klebeanwendungen gemeinsam mit den Kunden. „Das ist uns besonders wichtig“, erklärt Caroline Sperling. Ein Paradebeispiel liefert das nordamerikanische Customer Solution Center am Werksstandort in Sparta (Michigan). Dort gehört Entwicklungsingenieur Joseph Carroll zum zwölfköpfigen Team. 

Mit Automobilkunden wie Ford tüftelt er an speziellen Klebebändern, um Karosserien zweifarbig lackieren zu können – ein aktuell großer Trend auf dem US-Markt. „Lange, bevor neue Automodelle auf den Markt kommen, testen wir die Tapes auf den Prototypen in unseren Laboren. Zudem bieten wir den Kunden auch Trainings zum Einsatz der Klebebänder an“, sagt Carroll. 

2.500

Prüfaufträge

wurden im Customer Solution Center 2020 bearbeitet

Um das breite nordamerikanische Kundenspektrum von der Automobil- über die Bau- und Elektronik- bis zur Druck- und Papier-Industrie zu betreuen, hat das CSC Ableger in Detroit, im Silicon Valley und in Léon (Mexiko). „Durch dieses Netzwerk können wir mit kleinen Teams sehr schnell auf die lokalen Kundenanforderungen reagieren und passende Lösungen entwickeln“, erklärt Dr. Andreas Meier, der seit sieben Jahren die Produkt- und Technologieentwicklung von tesa in den USA leitet. 

Per Livestream in die Werkshalle

Besonders beliebt bei Kunden sind Schulungen zum Handling von Klebebändern – Tendenz steigend. „Gerade im Lockdown haben sich unsere kurzerhand entwickelten Online-Trainings großer Resonanz erfreut“, sagt Caroline Sperling. Der „hybride“ Clou: tesa versendet vorab Test-Kleberollen an die Kunden, damit sie die Produkteigenschaften physisch vorm Bildschirm ausprobieren können. Um sich ein genaueres Bild von den Produktionsbedingungen machen zu können, begleitet tesa auch schon mal virtuell seine Geschäftspartner beim Gang durch deren Werkshallen – im Livestream per Helmkamera. Einen Run auf die digitalen Trainings seit Corona registriert auch Alix Guyot. Die Anwendungsingenieurin ist im US-amerikanischen Sparta Ansprechpartnerin für Kunden der Druck- und Papierindustrie. „Die Nachfrage hat enorm zugenommen, daher werden wir das Format auch nach der Pandemie anbieten“, so Guyot. 

Schulungen mit Helmkamera
Mittels einer Helmkamera können Schulungen auch digital stattfinden.

Zu den begeisterten Teilnehmern zählt Miguel A. Jimenez vom kalifornischen Unternehmen Signature Flexibles: „Die Schulung war sehr professionell und nützlich im Hinblick auf das Montageverfahren. Besonders haben mich die Technik und die Werkzeuge beeindruckt, um die Klebefolie exakt zu befestigen, aber dabei die Hülse auf keinen Fall zu beschädigen. Die virtuelle Brille war sehr geeignet, um zu sehen, wie die Prozedur durchgeführt werden soll. Ich schätze alles, was tesa für uns getan hat. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit." Was die Customer Solution Center-Kunden aber am liebsten mögen, da sind sich Alix Guyot und Caroline Sperling „interkontinental“ einig, ist der persönliche Besuch in den tesa Schulungsräumen, Motto: kleben erleben.

Expansion in China und USA

Dank steigender Kundennachfrage nach dem Customer Solution Center-Support geht tesa auf Expansionskurs. „Wir haben ehrgeizige Wachstumspläne und wollen uns in den kommenden Jahren personell und räumlich verstärken“, kündigt Dr. Andreas Meier für die Region Nordamerika an. Und auch in China will das Unternehmen nachlegen: In dem bis Ende 2021 entstehenden Erweiterungsbau auf dem Werksgelände gewinnt das Customer Solution Center weitere 2.000 Quadratmeter Fläche hinzu. 

„Dank unseres Netzwerks können wir mit kleinen Teams sehr schnell auf die lokalen Kundenanforderungen reagieren und passende Lösungen entwickeln.“

Dr. Andreas Meier

Leiter Produkt- und Technologieentwicklung tesa Nordamerika (Sparta/Michigan)

Dann sollen auch Simulationen mit virtuellen Prototypen möglich werden. „Das bringt noch mehr Möglichkeiten, Tempo und Service“, sagt Uwe Michel mit Blick auf die Dynamik im Wachstumssektor Elektromobilität. Leuchtende Augen hat der Customer Solution Center-Leiter aber schon heute in seinem Job: „Du hast jeden Tag etwas Neues in der Hand, diskutierst mit Ingenieuren die besten Lösungen und weißt schon, welche Produkte übermorgen auf den Markt kommen.“ 

tesa Customer Solution Center

Von der Anforderung zur Lösung

In vielen industriellen Prozessen müssen geklebte Teile und Baugruppen, einschließlich Klebeverbindungen, zertifiziert werden. Das Customer Solution Center (CSC) von tesa unterstützt dies auf zwei Arten: Entweder kommen bereits zertifizierte Klebebänder zum Einsatz, die zu den Kundenanforderungen passen. Oder tesa hilft bei der Zertifizierung eines neuen, maßgeschneiderten Tapes für ein spezifisches Projekt.
Mit dem Besuch eines tesa Anwendungstechnikers in der Produktionsanlage des Kunden beginnt der Customer Solution Center-Support. Viele spezifische Bedingungen und Herausforderungen sind lediglich vor Ort sichtbar, und eine perfekte Lösung kann nur gefunden werden, wenn diese Faktoren berücksichtigt werden. Die für spätere Klebeanwendungen vorgesehenen Bauteile werden mit ins Customer Solution Center genommen und dafür Prüfpläne und Testverfahren festgelegt. Nach Abschluss verschiedener „Stresstests“ geht der Prüfbericht mit Empfehlungen samt Prototypen zurück an den Kunden. Wenn der neue Prozess implementiert ist, nehmen tesa Ingenieure mit dem Kunden und dem Vertriebsteam vor Ort die Feinabstimmung der Klebeanwendung vor.