Wärmeaktiviertes Klebeband für hochfeste Verbindungen
Wärmeaktiviertes Klebeband ist ein thermoreaktives Klebefilmsystem, das für dauerhafte, hochfeste Verklebungen entwickelt wurde. Der Film ist bei Raumtemperatur nicht klebrig, was ein sauberes Handling und eine präzise Positionierung ermöglicht. Die Aktivierung erfolgt ausschließlich durch Hitze und Druck ab etwa 120 °C, wodurch eine irreversible Vernetzungsreaktion zwischen Nitrilkautschuk und Phenolharz ausgelöst wird. Das Ergebnis ist eine mechanisch stabile, langlebige Verbindung, die auch unter extremen industriellen Bedingungen zuverlässig hält.
Nach vollständiger Aushärtung erreicht das wärmeaktivierte Klebeband eine Haftfestigkeit von bis zu 30 N/mm² und widersteht Temperaturen von bis zu 350 °C. Damit ist es eine strukturelle Klebelösung mit außergewöhnlicher chemischer Beständigkeit, Temperaturstabilität und langanhaltender Haltbarkeit – selbst bei dauerhafter mechanischer Belastung.
Dank ihres dünnen Designs und der gleichmäßigen Spannungsverteilung unterstützt unser wärmeaktiviertes Klebeband, tesa® HAF, innovative Leichtbaukonzepte in den Bereichen Automobil, Elektronik und industrielle Fertigung.
Warum wärmeaktiviertes Klebeband wählen
Unser wärmeaktiviertes Klebeband steht für kompromisslose strukturelle Leistung. Seine duroplastische Chemie sorgt für Verbindungen, die gegen Öl, Kraftstoffe, Lösungsmittel und aggressive Chemikalien beständig sind und es somit besonders geeignet machen für Antriebssysteme, Automobilanwendungen, Elektronik und Umgebungen mit hoher Belastung. Nach der Aushärtung bietet die Klebeschicht eine hervorragende Beständigkeit gegen Alterung, UV-Strahlung und extreme Temperaturen und gewährleistet langfristige Zuverlässigkeit auch bei dauerhafter mechanischer Belastung.
Im Gegensatz zu flüssigen Klebstoffen sorgt tesa® HAF für eine definierte und gleichmäßige Klebstoffschichtdicke und verhindert so das Auslaufen und die Kontamination von Maschinen. Das Folienformat ermöglicht ein sauberes Stanzen und eine automatisierte Verarbeitung. Zudem können Produktionsschritte entkoppelt werden: Die Klebstoffapplikation kann in einem Arbeitsschritt erfolgen, während die thermische Aktivierung erst später in der Prozesskette durchgeführt wird. Nach der vollständigen Aushärtung kehrt der wärmeaktivierte Film bei erneuter Hitzeeinwirkung nicht in seinen Ursprungszustand zurück.
Im Vergleich zu mechanischen Befestigungsmethoden verhindert tesa® HAF Korrosion, reduziert Vibrationsermüdung und verteilt die Spannung gleichmäßig über die Verklebungsfläche. Im Vergleich zu herkömmlichen doppelseitigen Klebebändern bietet es eine deutlich höhere Scherfestigkeit und strukturelle Zuverlässigkeit unter dynamischer Belastung.
Durch die Ermöglichung dünner, leichter Designs und einer präzisen Spannungsverteilung über die verklebten Flächen unterstützt wärmeaktivierbares Klebeband nächste Generationen von Produktkonzepten und sorgt gleichzeitig für hervorragende Chemikalienbeständigkeit, Temperaturstabilität und Langzeitbeständigkeit.
Anwendungen von wärmeaktiviertem Klebeband
Wärmeaktiviertes Klebeband wurde speziell entwickelt, um die höchsten Klebeanforderungen in anspruchsvollen Industrieumgebungen zu erfüllen. Es wird häufig in der Elektronik- und Automobilindustrie eingesetzt, wo zuverlässige, langlebige und hochfeste Verbindungen essenziell sind. Gleichzeitig machen seine Leistungseigenschaften es geeignet für viele weitere Industriebereiche, die präzise und robuste Klebelösungen erfordern. In allen Anwendungen beweist das wärmeaktivierte Klebeband seinen Wert überall dort, wo Widerstandsfähigkeit, chemische Stabilität und strukturelle Festigkeit entscheidend sind. Unsere technischen Expert:innen bieten nicht nur Produktberatung, sondern auch Vor-Ort-Unterstützung. Auf Wunsch führen wir kundenspezifische Analysen und Bewertungen in unserem Forschungszentrum durch.
Anwendungsprozess von wärmeaktiviertem Klebeband
Für die Anwendung von wärmeaktivierbarem Klebeband ist eine präzise Kontrolle der Prozessparameter unerlässlich, um zuverlässige und reproduzierbare Verbindungsergebnisse zu gewährleisten. Das Zusammenspiel von Zeit, Temperatur und angewandtem Druck hat direkten Einfluss auf die Vernetzungsreaktion und damit auf die endgültige Verbindungsleistung.
Durch die Erhöhung der Verbindungstemperatur kann die Gesamtprozesszeit erheblich verkürzt werden, da die Duromerreaktion beschleunigt wird. Allerdings müssen Temperaturanpassungen stets mit den entsprechenden Druckeinstellungen abgestimmt werden. Besonders bei reaktiven tesa® HAF ist es wichtig, den angelegten Druck bei höheren Temperaturen zu erhöhen, um Blasenbildung zu verhindern und eine homogene Klebstoffschicht ohne Lufteinschlüsse zu gewährleisten.
Ein typischer Prozess beginnt mit der Vorlaminierung von tesa® HAF auf ein Substrat. Nach dem Entfernen des Liners wird das zweite Substrat präzise positioniert. Das Verkleben erfolgt anschließend mit einer Heißpresse, wobei definierte Parameter für Temperatur, Druck und Verweilzeit angewendet werden. Je nach Anwendung kann ein optionaler Nachhärtungsschritt ohne Druck bei erhöhter Temperatur die finale mechanische Leistung weiter optimieren.
Beispiel für den Auftrag von tesa® HAF mit einer Heißpresse:
Unser Sortiment an wärmeaktiviertem Klebeband
Das Portfolio für wärmeaktivierte Klebebänder umfasst reaktive Klebefolientechnologien für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
tesa HAF® wärmeaktivierte Folien ermöglichen durch eine wärmegehärtete, oberhalb von 120 °C aktivierte Vernetzung äußerst starke strukturelle Verbindungen. Sie sind in Stärken von 30 µm bis 270 µm erhältlich und ermöglichen eine zuverlässige Verbindung von elektronischen Komponenten und Anwendungen in der E-Mobilität.
tesa® LTR und tesa® LTC Niedertemperatur-Reaktivfilme sind für temperaturempfindliche Prozesse entwickelt, wobei die Vernetzung oberhalb von 75°C beginnt und dadurch eine effiziente Verklebung bei moderaten Aktivierungstemperaturen ermöglicht wird.
tesa® HAF 58474 ist ein leistungsstarkes, wärmeaktivierbares Klebeband auf Basis von Phenolharz und Nitrilkautschuk. Es wurde für zuverlässige und dauerhafte Verbindungen entwickelt, selbst auf kleinen Klebeflächen und schmalen Konstruktionsspalten. Typische Anwendungsbereiche sind die strukturelle Verklebung in elektronischen Geräten, FPC-Verklebung, Tastenfixierung, Befestigung von Kameraobjektiven und Blenden-montage sowie die Befestigung von dekorativen Metallteilen.
Hauptmerkmale:
- Ausgezeichnete Langzeitleistung mit sehr geringer Ausblutung und hoher Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung
- Aktiviert bei der Montage durch Hitze und Druck, wodurch starke und alterungsbeständige Verbindungen entstehen.
- Besonders geeignet für das Verbinden von Metallkomponenten mit Metalloberflächen oder hitzebeständigen Kunststoffen wie PI, PMMA oder ABS
Alle Produkte werden entwickelt, um den höchsten industriellen Standards zu entsprechen, und werden durch umfassende technische Dokumentation sowie fachkundige Anwendungsempfehlungen unterstützt.
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FAQs
Bei welcher Temperatur wird tesa® HAF aktiviert?
tesa® HAF wärmeaktivierbares Klebeband beginnt bei Temperaturen über 120°C auszuhärten. Typische Fügetemperaturen liegen zwischen 180°C und 230°C, abhängig von den Substraten und den Prozessanforderungen. Bei diesen Temperaturen entsteht durch die thermische Vernetzung eine dauerhafte, strukturelle Verbindung. Höhere Temperaturen können die Prozesszeit verkürzen, vorausgesetzt, der Druck wird entsprechend angepasst, um eine blasenfreie und homogene Klebstoffschicht zu gewährleisten.
Was ist wärmeaktiviertes Klebeband?
Wärmeaktiviertes Klebeband ist ein reaktives Klebesystem, das eine dauerhafte Verbindung nur unter Einwirkung von Wärme und Druck bildet. Im Gegensatz zu druckempfindlichen Klebebändern bleibt es bei Raumtemperatur nicht klebrig, was eine präzise Positionierung vor der Aktivierung ermöglicht.
Im Fall von tesa® HAF löst Wärme eine irreversible, wärmehärtende Vernetzungsreaktion innerhalb eines Systems aus Nitrilkautschuk und Phenolharz aus. Dadurch entsteht eine äusserst widerstandsfähige strukturelle Verbindung mit hervorragender mechanischer Festigkeit, chemischer Beständigkeit und langfristiger Stabilität unter anspruchsvollen Bedingungen.
Ist tesa® HAF für die automatisierte Produktion geeignet?
Ja. Da tesa® HAF vor der Aktivierung nicht klebrig ist, ermöglicht es eine saubere Handhabung, Stanzen und präzise Vorlaminierung in automatisierten Fertigungsumgebungen.
Das Folienformat sorgt für eine definierte Klebstoffdicke und gleichbleibende Klebeergebnisse, was es ideal für skalierbare strukturelle Klebeprozesse macht.
Was unterscheidet tesa® HAF von herkömmlichem doppelseitigem Klebeband?
Im Gegensatz zu herkömmlichen doppelseitigen Klebebändern, die auf Oberflächenhaftung basieren, bildet tesa® HAF eine strukturelle Verbindung durch chemische Vernetzung. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Scherfestigkeit sowie eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen Öl, Lösungsmittel, Alterung und hohe Temperaturen.
Mit einer Klebkraft von bis zu 30 N/mm² nach dem Aushärten bietet das tesa® HAF wärmeaktivierbares Klebeband eine Leistung, die mit Hochleistung-Flüssigklebstoffen vergleichbar ist, und ermöglicht dabei eine sauberere und präzisere Verarbeitung.