Nicht nur die Blisterhüllen aus dem tesa Werk Offenburg sind nachhaltiger geworden, sondern auch alle Schrumpffolien, die für die Verpackung von Produkten aus Industrial Bereich benötigt werden. Sie bestehen vom Frühjahr 2023 an nicht mehr aus dem gängigen 100% PE Standard, sondern zu 50 % aus PE-PCR, also ebenfalls recyceltem Kunststoff. Höher als 50% kann man den Anteil an recyceltem Material hier allerdings nicht ansetzen. Die Folien, die hauptsächlich zum Schrumpfen von Rollengebinden verwendet werden hätten schlechtere Schrumpfeigenschaften, sodass ein stabiler vollautomatischer Prozess nicht gewährleistet werden könnte. Das birgt die Gefahr zu Fehlstellen wie Löchern.
19 Millionen tesa Werk Offenburg stellt auf Verpackung aus recyceltem Kunststoff um: jedes Jahr werden ca. 19 Millionen Blisterhauben in unterschiedlichen Größen und Formen für rund 350 Artikelarten hergestellt
Für die maßgeschneiderte Material-Mischung aus Post Consumer Recycling Materialien (PCR) mussten zahlreiche Experimente durchgeführt werden. PCR ist schließlich nicht gleich PCR - man probierte unterschiedliche Kunststoff-Rezyklate mit mal mehr, mal weniger Anteil von aufbereitetem Material aus Verbraucherplastikmüll und Bottle Flakes, um die höchstmögliche Farblosigkeit zu erreichen. Am Ende stand ein glasklares „grünes“ Produkt.
„Rethink Material“ heißt es bei tesa, um „bis. 2025 mindestens 50 % Virgin Plastics - also nicht-recyceltes fossiles Plastik –in Verpackungen zu reduzieren. Dafür wird noch manches Stroh zu Umwelt-Gold gesponnen werden müssen.