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(Un)vermeidliche Ablenkung

(Un)vermeidliche Ablenkung

Lediglich 40% der Arbeitszeit werden auf die eigentlichen Kernaufgaben verwendet. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle „State of Work“ Studie von Workfront. Hier erfahren Sie, was uns von der Arbeit abhält.



Die Arbeit steht der Arbeit im Weg


Erwischt! Sie haben sich schon wieder ablenken lassen. Das Lesen dieses Artikels wird Ihnen ganze 2 bis 3 Minuten Ihrer Kernarbeitszeit stehlen. Allerdings könnten Sie es als Recherche verbuchen und viele nützliche Informationen daraus ziehen. Lesen Sie also ruhig weiter.

Unsere Arbeit wird zunehmend komplexer. Gleichzeitig stehen wir dauernd unter Druck, noch produktiver und effizienter zu sein. Das Paradoxe ist, die Arbeit steht uns im Weg. Ein Beispiel: Sie haben sich fest vorgenommen, endlich einen Kostenvoranschlag oder ein Projekt-Timing fertigzustellen. Doch bevor Sie damit beginnen müssen Sie sich erst einmal durch die E-Mail-Flut kämpfen. Danach folgen zwei Meetings, die nichts mit Ihren eigentlichen Aufgaben zu tun haben, aber Ihre Anwesenheit verlangen. Kaum am Platz, klingelt schon das Telefon. Ein Kunde/Kollege/Vorgesetzter ist dran und hat Fragen zu einem bestimmten Prozess. Und schon ist der halbe Arbeitstag vergangen, ohne dass Sie überhaupt mit dem KVA oder Timing anfangen konnten.

Das belegt auch die aktuelle „State of Work“ Studie der Work-Management-Experten von Workfront. Die folgenden Aufzählung zeigt, welche Faktoren uns von unseren Kernaufgaben abhalten und wie viel Prozent unserer Zeit sie beanspruchen: Meetings 18%, E-Mails 16%, Administrative Aufgaben 12%, Unterbrechungen durch zweitrangige Arbeiten 8%. Und 6% der Zeit gehen durch anderweitige Ablenkungen verloren. So bleiben nur 40% für die Kernaufgaben, die man eigentlich erledigen wollte.

Die Studie zeigt, dass nicht die Menschen sondern, interne Prozesse und Technologien produktiver werden müssen. Noch wichtiger ist: Auch wenn sich Mitarbeiter weniger mit ihren Kernaufgaben beschäftigen, sind 85% von ihnen stolz auf die eigene Arbeit. Und für über 70% bedeutet Ihr Job mehr als ein bloßes Einkommensmittel. Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter stärker in die Prozessgestaltung einbeziehen und ihnen den Freiraum für mehr Wissensarbeit schaffen, könnten sie die Produktivität und Arbeitsqualität signifikant steigern.

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